Der W Club Tour 2014

Vorband : Toxpack

An einem schwülen Sommertag machten sich meine bessere Hälfte, ein guter Freund und meine Wenigkeit auf in die „verbotene Stadt“ Düsseldorf (ich bin Kölner, nur als Anmerkung), um dem Konzert des Onkelz Bassisten Stephan Weidner und seiner Band, auch „der W“ genannt beizuwohnen.

Bis zum Einlass regnete es in Strömen, um kurz nach 19 Uhr waren wir dann endlich in der Halle- nass bis auf die Unterhose 😉

Das Stahlwerk ist ein kleiner gemütlicher Club, nur die Luft war an diesem Abend sehr stickig.

Um 20.00 Uhr ging es dann mit der Vorband „Toxpack“ los, die Rocker aus Berlin, die einen bunten Mix aus ihrem bisherigen Schaffen vorstellten, darunter Klassiker wie „Bastarde von morgen“, Während des Gigs wurde dann auch endlich mal die Halle gelüftet, denn selbst bei Toxpack lief die “Suppe” herunter.

Um ca. 21.00 Uhr kam dann der Meister mit seiner Band auf die Bühne. Die Band begann mit einer Kurzfassung von „Furor“ als Intro, bevor es dann mit „Operation Transformation“ richtig los ging, das Publikum, knapp 800-1000 Leute, rockte los.

Stephan begann sofort ohne großes Gelaber, wie man es normalerweise von ihm gewohnt ist, ob als Onkel oder solo. Weiter ging es mit „Stille Tage im Klischee“ einer Partynummer des „Schneller, höher, Weidner“-Albums. „Ab durch die Hintertür“ sag ich nur dazu, die Luft wurde immer schwüler in der Halle, Der Gitarrist Dirk Czuya hatte schon beim zweiten Song ein durchnässtes Hemd. Der 3 Song des Abends war dann „Machsmaulauf“, der ersten Single von „Autonomie“, live ein absolutes Brett. Danach ging es ohne Schnörkel weiter mit „Herz voll Stolz“, wo sich Stephan das erste mal selbst die Gitarre schnappte. Mittlerweile war das Publikum nass geschwitzt, Stephan lief die Suppe aus dem Hemd, so schwül war es in der Halle. Weiter ging es mit dem Diss-Song „Kampf den Kopien“, wem der Song gewidmet ist, wissen wir ja alle.

Schlag auf Schlag machte der W weiter. „Schatten“ stellte den ersten Höhepunkt dar, einfach eine Bomben-Nummer von Ihm, genau wie folgende Song „Urlaub mit Stalin“, wo Stephan nur mit einem Schmunzeln meinte „ meine Ex Frauen und Freundinnen mögen mir dieses Lied verzeihen“.

Danach machte er mit dem Amokläufer Song „Waffen und Neurosen“ weiter, Stephans Zitat zu dem Song: “Wer bei Freud klaut begeht Recherche, wer bei Brecht klaut begeht Diebstahl”.

Weiter ging es mit „in stürmischer See“ , einem etwas ruhigeren Song, bevor er dann mit „Mordballaden“ hart rockte. Das Publikum wurde mit einbezogen so das eine schöne Party Stimmung herrschte. Mit „Lektion in Wermut“ machte er einfach weiter Party, die allerdings beim nächsten Song den Höhepunkt erreichen sollte. Bei „Mein bester Feind“ pogte auf einmal die ganze Halle, diesen Song kann man heute mit einem süffisanten Lächeln betrachten, oder ihn einfach auf Thomas Kuban ummünzen, weil Gonzo ist definitiv ja nicht mehr gemeint.

„Vergissmeindoch“ und „Nein, Nein, Nein“ bildeten den Abschluss des normal Sets. Mit der „W zwo drei“ wurde die Zugabe eingeläutet, die mit dem „Geschichtenhasser“ fortgesetzt wurde. Party pur in der ganzen Halle!

„Ein Lied für meinen Sohn“ brachte die Halle weiter zum kochen, die paar Schweisstropfen mehr oder weniger machten die Kuh jetzt auch nicht mehr fett. Mit „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“ nahm das Konzert sein vorläufiges Ende. Ein heißer denkwürdiger Abend war’s, aber Stephan war so angetan, das er noch „Bring mich heim“ und „ 5 Minuten Ruhm“ drauf legte.

Nach diesen Songs endete dieses Schweiß trächtige Konzert wirklich. Es war ein schnörkelloser, harter, feuchter Rockabend, ohne viel Tam Tam. Aber meine Persönliche Meinung, mit Bass gefällt der gute W mir wesentlich besser.

Eines muss noch erwähnt werden: es war der reinste Promi-Auflauf der Düsseldorfer Szene, die Broilers waren komplett vor Ort, genau wie Vom und Andy von den Toten Hosen. (Wo war denn Campino? Lach). Der gute Vom war sehr leicht angeschickert, so das er nach dem Konzert Stephan quasi in die Arme fiel. Es war ein lustiger Abend, das beste war aber die Dusche als wir wieder daheim waren 😉

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