Zwei Jahre ist es nun her, dass uns die 5 Streetcorler aus Berlin etwas Neues präsentiert haben. Für manche vielleicht eine lange Zeit, aber wie die Kenner wissen, Gut Ding will Weile haben. Mit „Kämpfer“ erscheint das nunmehr 9. Album der 2001 gegründeten Band. Und was soll ich sagen? Schulle, Tommi, Erik, Stephan und Zoppel beweisen auch bei diesem Album wieder, dass sie wissen was sie können und wollen.

 

Schon durch das Intro (Proelium) und den darauf folgenden Song “An der Zeit” wird klar, die Jungs sind nicht auf Kuschelkurs. Und das ist auch gut so. Denn es ist egal, was die Anderen sagen, es ist ihre Zeit, ihre Musik.

Dieser Grundsatz zieht sich auch weitestgehend als roter Faden durch das Album. Denn auch in “Setzt die Segel” und “Kämpfer” geht es darum, seinen eigenen Weg zu gehen. Denn es ist dein Leben, und niemand hat das Recht, dir vorzuschreiben, was du damit anfängst. Es ist zwar nicht immer Einfach, denn lieber fällt man auf die Fresse, aber bleibt sich selbst dabei treu. Und da es da draußen Menschen gibt, die genauso denken, und Toxpack die Treue halten, gibt es für sie natürlich auch den passenden Song: “Wir sagen Danke”.

 

Aber auch bei Toxpack dürfen Songs über das Ende einer Liebe nicht fehlen. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Die Jungs sind da recht simple, zumindest in ihrem Song “Liebe ist tödlich”. Aber ich denke mal, es handelt sich hierbei um künstlerische Freiheit. Denn beim Sonnenuntergang den Hals umgedreht zu bekommen, ist wohl eher sehr drastisch. Auch “All deine Sorgen“ befasst sich mit diesem Thema. Wobei es hier eher darum geht: Du hast mich verlassen, also ist es mir jetzt auch egal, wie es dir damit geht.

 

“Oben” und “Unten” sind zwei Songs, welche sich mit dem Thema Verlusst eines wichtigen Menschen befassen. Ich finde die Herangehensweise super. Werden einem hier ja beide Sichtweisen gezeigt. Sowohl die desjenigen der gegangen ist, als auch die des Hinterbliebenen.

 

Es dürfen aber natürlich auch Lieder übers Trinken und Feiern nicht fehlen. Wie Beispielsweise “Trinkteufel” und “Auf unser Wohl”.

 

Ich muss ehrlich gestehen, ich liebe dieses Album. Wir haben hier wirklich von allem etwas dabei. Und es ist wirklich durchweg, sowohl textlich als auch akustisch, stimmig. Ich hoffe, dass ich es auch dieses Jahr wieder zum Heimspiel schaffe, um mir die Songs live anzuhören.

 

  • Proelium
  • An der Zeit
  • Setz die Segel
  • Kämpfer
  • Arschloch
  • Liebe ist tödlich
  • Trinkteufel (Herzlich Willkommen)
  • Oben
  • Unten
  • Die letzte Bastion
  • Wir sagen Danke
  • All deine Sorgen
  • Auf unser Wohl
  • Hauptsache es geht uns gut
  • Jeder kann ein König sein
  • Staub und Dreck
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